AURICOLO DIAGNOSTIK


Dr. Nogier, als klassischer homöopathischer Arzt an genaues beobachten gewöhnt, stellte bei einigen seiner Patienten Narben im oberen Ohrbereich fest. Es ergab sich, dass alle an Lumbalgien und Ischialgien gelitten hatten und den herkömmlichen schulmedizinischen Methoden gegenüber resistent waren.

So hatten die Patienten Hilfe bei "Außenseitern" gesucht und waren durch Kauterisation (Ätzung) am Ohr von ihren lästigen Beschwerden meist spontan geheilt worden.

1951 erlebte Nogier persönlich eine solche Heilung, was ihn veranlasste, sich intensiv mit der Ohrmuschel zu beschäftigen, die in der Schulmedizin lediglich als äußerer Schalltrichter Interesse fand.

Er betrat damit Wege medizinischer Vergangenheit, denn seit dem Altertum, den alten Ägyptern und Hippokrates, wurde in der Medizin des Mittelmeerraumes dem Ohr als Reflexorgan immer wieder therapeutische Beachtung geschenkt.

 Nogier griff schließlich selbst zu dieser Behandlungsmethode. ersetzte als Akupunkturnadelarzt das Glüheisen durch die Nadel und kam zu überzeugenden  Heilergebnissen.

Seinem Forschergeist ist zu verdanken, dass er die Region der Ischiaskauterisation im Ohr mit der Projektion der Articulatio lumbosacralis auf der Anthelix der Wirbelsäule erarbeitete.
Er untersuchte die Ohrmuschel systematisch weiter und fand die Zusammenhänge zwischen verschieden Ohrregionen zu bestimmten Körperorganen.

Im Jahr 1956 stellte er erstmals auf dem Akupunktur - Kongress in Marseille das Ohr in seinen reflektorischen Beziehungen zu den Körperregionen vor und zeigte die sich daraus ergebenden therapeutischen Möglichkeiten.

Die Arbeiten Nogier´s in der "Deutschen Zeitschrift für Akupunktur" gelangten 1957 auch nach China.
Dort griff man sie begierig auf und erinnerte sich, dass auch in der eigenen traditionellen Literatur Hinweise auf die Verbindung Ohr - Körperorgan zu finden waren, die jedoch in Vergessenheit geraten waren.

Dieses Bild des Embryo in utero machen wir uns unter anderem bei der Diagnose zu Nutze, um eventuelle Schwachpunkte im Körper auffinden zu können.

Denn häufig sind die Ursachen der Beschwerden nicht an den Stellen zu finden, an denen sich die Schmerzen äußern; auch wenn die Blutanalysen oder andere technische Untersuchungen keinen Befund ergeben, kann uns das Ohr mit seinen spezifischen Eigenschaften den entscheidenden Hinweis geben, wo die Ursache zu finden ist.

Hierfür verwenden wir keine Gerätschaften, sondern "nur" unsere Hände bzw. Finger, damit uns die Unterschiede im Bereich der einzelnen Organe deutlicher werden.